Betrug

Viele kennen das: Die Wünsche sind groß, die Möglichkeiten aber nicht... Teure Sachen im Laden oder im Internet locken, aber leider fehlt einem das nötige Geld dazu. Wer nun im Geschäft die Preisetiketten verändert oder online falsche Angaben beim Bezahlvorgang macht, kann als Betrüger verfolgt werden!

Immer wenn man einen anderen (auch z. B. ein Unternehmen als Vertragspartner) so täuscht, dass demjenigen dadurch ein Schaden und einem selbst ein Vorteil entsteht, dann liegt ein Betrugsverdacht nahe.

Gerade die scheinbare Anonymität im Internet verleitet viele Nutzer, dort Sachen oder Leistungen zu bestellen und sich auf verschiedene Arten vor der Bezahlung zu drücken. Doch das ist nicht nur demjenigen gegenüber unfair, der dann den Schaden hat: Die meisten Taten lassen sich aufklären, und die Strafen und Ersatzforderungen sind oft beträchtlich.

Fakten

Jemand, der betrügt, täuscht andere. Hierfür verändert er häufig etwas und schafft so neue „Tatsachen“. Dies lässt sich später aber häufig nachvollziehen. Spezialisten bei der Polizei sind dafür ausgebildet.

Fälschungen von Dokumenten lassen sich meist eindeutig nachweisen. Auch bei Täuschungen im Internet, ganz ohne Papier, ist es möglich, Straftäter zu überführen. Jeder hinterlässt Spuren, auch online. Die Beweise liefern der Polizei oft die Anbieter und Internetunternehmen, weil bestimmte Gesetze es so vorsehen.

Wer betrügt und erwischt wird, kann von Gerichten betraft werden. Aber auch völlig unabhängig davon steht dem Betrogenen Schadenersatz zu. Und diesen erstreitet er sich häufig in einem weiteren Verfahren vor Gericht.

Es ist also wahrscheinlich, dass ein Tatverdächtiger nach einem Betrug nicht nur mit der Polizei zu tun hat, sondern auch Post von einem Anwalt erhält, der die geschädigte Person oder das Unternehmen vertritt, das betrogen wurde. Dann wird nämlich Geld gefordert, um den Schaden auszugleichen. Außerdem kommen meist noch weitere Gebühren und Kosten dazu. Bei Kindern und Jugendlichen müssen diese dann häufig die Eltern oder sonstige Erziehungsberechtigte zahlen.

Betroffene und Beteiligte

Wird man getäuscht, ist das ein dummes Gefühl. Man ist jemandem auf den Leim gegangen. War man zu unvorsichtig? Ist man vielleicht „selbst schuld“, weil man zu gutgläubig war?

Diese Gefühle machen es dir neben dem erlittenen Schaden besonders schwer, weil du dich sehr über das Geschehene ärgerst. Außerdem hast du vielleicht Zweifel an deiner Urteilsfähigkeit. Dazu kommt, dass du dich vielleicht auch hilflos fühlst: Immerhin hat es jemand geschafft, dich auszutricksen. Nun denkst du vielleicht: Da wird es doch bestimmt schwer, den zu bestrafen...

Viele Opfer von Betrugstaten fühlen sich tatsächlich schlecht nach so einem Vorfall, und viele haben deshalb gar nicht so große Lust auf eine Anzeige. Oder sie beseitigen gleich, oft unbewusst, die Beweise. Das macht es dem Täter leicht, den Ermittlern aber schwer.

Niemand muss sich schämen! Bei der Polizei kannst du dich beraten lassen und wirst garantiert nicht ausgelacht. Eine Strafanzeige hilft, den Täter zu ermitteln und auch andere vor ihm zu schützen.

Wer sich selbst durch Betrug unerlaubte Vorteile verschafft, macht das immer auf Kosten anderer. Dies ist in jedem Fall unfair und wird daher zu Recht bestraft. Die Gutgläubigkeit oder die Arglosigkeit anderer auszunutzen, ist unehrlich und gemein.

Wenn du das einsiehst, kannst du später dem Opfer wieder in die Augen sehen oder dich mit einem betrogenen Unternehmen auf einen Ausgleich der Tat einigen. Dies beweist Charakter und Verantwortungsbewusstsein.

Wer einmal betrogen hat, fühlt sich oft gut und überlegen, weil er einen Vorteil erhalten hat, ohne z. B. einem anderen mit Gewalt etwas weggenommen zu haben. Doch häufig ermittelt die Polizei bereits und ist dank der Spuren dem Täter schon nahe. Der vermeintliche Erfolg verleitet viele Täter dazu, immer weiterzumachen und andere zu täuschen. Wenn es so oder so ähnlich bei dir ist, helfen dir die Polizei und weitere Stellen, um aus dieser Spirale wieder herauszukommen! Wer zu seiner Tat steht, macht den ersten Schritt.

Eure Fragen zum Thema

Beim Betrug ist es gar nicht so selten, dass die Täter für die eigentliche Täuschung des Opfers nicht selbst aktiv werden, sondern z.B. die Anschrift oder das Bankkonto einer anderen Person für Geldeingänge oder Warenlieferungen nutzen. Diese andere Person nennt man Gehilfe, auch wenn sie nach der Tat vielleicht gar nichts von der Beute abbekommt. Und hauptsächlich hinterlässt dann der Gehilfe die Spuren und nicht derjenige, der die Idee und am Ende den Vorteil hat.

In diesem Fall wurde man sozusagen als „Werkzeug“ missbraucht. Das ist kein gutes Gefühl.

Auch Gehilfen des Täters werden von Gerichten bestraft!

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