Fahrradfahrer

Im Verkehr sind Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer gemeinsam unterwegs, im "Mischverkehr" auf Fahrbahnen nebeneinander oder nach Verkehrsarten getrennt, z. B. durch Rad- und Gehwege neben Schnellstraßen.

Das Miteinander auf öffentlichen Wegen ist durch die StVO geregelt. Die Grundlagen sind oft noch aus der Radfahrausbildung in der Schule bekannt. Nur wenn alle diese Regeln beachten, funktioniert unser System Straßenverkehr mit möglichst wenigen Unfällen. Trotzdem solltest du dein BESTES, dein Gehirn, mit einem Radhelm schützen. Denn Fehler und Stürze können immer passieren. Durch einen Radhelm werden Kopfverletzungen deutlich gemindert.

Fakten

Zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehören:

  • rote Rückleuchte (empfohlen wird Standlichtfunktion)
  • kleiner roter Rückstrahler (darf in der Rückleuchte integriert sein)
  • roter Großflächen-Rückstrahler (gekennzeichnet mit dem Buchstaben "Z")
  • weißer Frontscheinwerfer für nach vorne abstrahlendes weißes Licht (empfohlen wird Standlichtfunktion)
  • weißer Frontrückstrahler, der nach vorne in Fahrtrichtung wirkt (darf im Scheinwerfer integriert sein)
  • Dynamo-,Batterie- oder Akkubeleuchtung (Nennleistung je 6 Volt).Die Beleuchtung muss am Rad fest angebracht und ständig betriebsbereit sein
  • Speichenreflektoren am Vorder- und Hinterrad, (jeweils zwei um 180o versetzt) oder ringförmige, weiß reflektierende Streifen an den Reifenseiten oder in den Speichen
  • gelbe Pedalrückstrahler (zwei, die jeweils nach vorne und hinten wirken)
  • Bremsen (zwei voneinander unabhängig wirkende Systeme)
  • Klingel zur Warnung vor Gefahren (helltönend)

Radfahrer erleiden bei schweren Unfällen häufig auch Kopfverletzungen. Mit einem Fahrradhelm lassen sich Verletzungen am Schädel und vor allem am bzw. im Gehirn vermeiden oder zumindest deutlich mindern.

"Man kann sich das Gehirn als Zusammenschluss vieler einzelner Computer vorstellen - ein riesiges Netzwerk. Damit wird klar, dass bereits eine Störung der Kommunikation im Gehirn zu einem schweren Netzwerkschaden mit entsprechenden Ausfällen führt." (Zitat Prof. Dr. Martin Schuhmann, Leiter der Kinderneurochirurgie des Uni-Klinikums Tübingen, Mitinitiator der Radhelmkampagne "Schütze Dein BESTES." im Kampagnen-Introvideo)

Zu einer Störung deiner Schaltzentrale sollte es erst gar nicht kommen, denn dein Gehirn ist alles - Verstand, Sprache, Gefühl. Es ist das BESTE, was du hast und deshalb dein verwundbarster Punkt! Schütze es!

Noch nicht überzeugt? Hier gibt es einen Spot dazu (FSK ab 12 Jahren freigegeben).

E-Bikes – durch Elektro unterstützte Mobilität auf zwei Rädern - gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Unter dem Oberbegriff E-Bikes ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen

  • Pedelecs (Fahrzeuge gem. § 1 Abs. 3 StVG): Nur beim Pedale treten unterstützt ein Motor mit max. 250 Watt bis zu max. 25 km/h. Ohne Tretunterstützung ist eine so genannte Anfahr- und Schiebehilfe bis 6 km/h erlaubt. und
  • S-Pedelecs (schnelle Pedelecs): Fahrzeuge, deren Elektromotor beim Pedale treten mit höheren Leistungswerten unterstützt oder die alternativ auch ohne Pedalunterstützung, nur mit elektrischer Energie, gefahren werden können. Wichtig für dich: Nur ein Pedelec wird rechtlich als Fahrrad behandelt und darf von dir ohne Führerschein benutzt werden. Viele Details, auch zur Ausstattung, Fahrerlaubnis usw. erfährst du hier:

Die Beleuchtung am Fahrrad ist besonders wichtig bei entsprechenden Sichtverhältnissen wie Dämmerung, Dunkelheit, Regen oder Nebel.

Deshalb sollte die Beleuchtungsanlage deines Fahrrades immer funktionieren, besonders wenn im Herbst die Tage kürzer werden.

Reflektierende Kleidung erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich, denn man wird besser und früher von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen.

Die inzwischen zum Mitführen in Fahrzeugen vorgeschriebenen Warnwesten leisten in Sachen Erkennbarkeit ganz gute Dienste. Man kennt das von Roller- und Motorradfahrern, die auf der Fahrt häufig Warnwesten tragen und so optimal und rechtzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden.

Eure Fragen zum Thema

Es besteht keine Pflicht, beim Radfahren einen Helm zu tragen. Die Entscheidung triffst du - hoffentlich in der Gewissheit, dass Fahrradhelme vor bösen Verletzungen schützen können.

Ja, auch Rennräder unterliegen Beleuchtungsvorschriften! Bis zu einem Gewicht von 11 kg Gewicht bei Rennrädern gelten von den allgemeinen Beleuchtungsvorschriften folgende Abweichungen:

Scheinwerfer und Schlussleuchten müssen, wenn sie nicht fest angebracht sind, betriebsbereit mitgeführt werden und müssen natürlich bei entsprechenden Sichtverhältnissen (ab Dämmerung) am Rennrad angebracht und betrieben werden.

Nur während der Teilnahme an erlaubten Radrennen sind Rennräder von den Beleuchtungsvorschriften befreit.

Bei großräumigen Kraftfahrzeugen kann der Fahrer die Bereiche vor, neben und hinter seinem Fahrzeug (z. B. LKW, Sattelzug) vom Fahrzeugsitz nur eingeschränkt einsehen. Deshalb kann der Kraftfahrer Personen oder Sachen, die sich an bestimmten Positionen im Verkehrsraum aufhalten, bei Verkehrsvorgängen nicht rechtzeitig erkennen. Flächen, die vom Fahrer nicht einzusehen sind, befinden sich im so genannten toten Winkel.

Dieses Phänomen ist zwar den meisten LKW- oder Busfahrern, oft aber nicht den Fußgängern, Inline-Skatern oder Radfahrern bekannt.

Wichtig ist es deshalb, dass du

  • dich für den Fahrer "sichtbar" machst,
  • mit ihm möglichst Blickkontakt herstellst,
  • dich nicht zwischen Fahrzeuge zwängst,
  • Engstellen zwischen Fahrzeugen und Verkehrseinrichtungen / Gebäuden meidest und
  • die Anfahrbewegungen von Fahrzeugen beobachtest.

Bewertung

Du arbeitest aktuell als anonymer Benutzer.
Melde Dich an für personalisierte Bewertungen
Klicke in die Bewertungsleiste

DIESEN ARTIKEL ...

 
Aktiviere Cookies!
O Seite(n) in der Sammlung.
print version